Norman Schaefer

  • als Rolf Herricht
  • geboren 1983 in Leipzig
  • 2002: Abitur
  • Studium der Betriebswirtschaftslehre an der Universität Leipzig
  • 2010: Abschluss als Diplom-Kaufmann
  • seit 2010: Arbeit im Projekt- und Qualitätsmanagement
  • Charaktereigenschaften: kreativ, phantasievoll, aufgeweckt-chaotisch
  • Interessen und Hobbys: Komiker vergangener Zeiten (Heinz Erhardt, Theo Lingen, Laurel & Hardy, Eberhard Cohrs), Kochen, Filmgeschichte
  • Lebensmotto: „Sag’ niemals nie!“

     

Interview

Ich habe Herricht und Preil als 7-Jähriger kennengelernt.

Mein Vater besaß die Schallplatte "Die Komikerparade", auf der sich unter anderem der Sketch "Mückentötolin" befand. Ich habe diese Platte rauf und runter gehört und konnte die Stücke bald auswendig. Später bekam ich von meinen Verwandten MCs mit sämtlichen Sketchen, die ich mir als "Gute-Nacht-Geschichte öfters angehört habe. Als Jugendlicher legte ich mir dann die "Das waren wir"-Collection zu.

Herricht und Preil sind in ihrer Spielweise des schwarzen und des weißen Clowns als Duo unschlagbar. Nichts ist schöner, als das Spiel mit der deutschen Sprache, sind doch die Missverständnisse des Alltags, die jeder von uns immerwieder erlebt, der Gegenstand eines jeden Sketchs von den beiden. Die Überspitzung in den Sketchen und die Gegensätzlichkeit der Figuren, die Herricht und Preil verkörpern, machen dieses Duo für mich liebenswert. Kaum ein anderes Komikerpaar war so auf sich eingespielt wie der gutmütige, teils cholerische "Oberlehrer" Preil, der verzweifelt seinem naiven, aber gewitzten "Schüler" Herricht versucht, Dinge und Situationen des Alltäglichen zu erklären. 

Einen wirklichen Lieblingssketch habe ich nicht. Es gibt nur ein paar Lieblingsszenen in den Sketchen selbst. Jeder Sketch hat seine Besonderheit und überraschenden, aberwitzigen Momente. Auch wenn der Spielablauf sich immer ähnlich entwickelt, sind doch die gesetzten Akzente das Liebenswerte, was sie für mich unvergessen macht. Wenn man hört, dass Großmütter Zacken bekommen oder jeder in seinen Garten einen Haufen macht, der Apfel wichtig für Apfelmus ist und die Freundschaftsfrage gestellt wird: "Herr Preil, sind Sie nun mein Freund oder der Freund von dem Tiger?", dann sind das Szenen, die das Leben schreibt und für mich urkomischen sind.

Herricht mimt den Naiven. Mit dem Schalk im Nacken, blickenden Äugleins, trommelnden Fingern auf seinen Reverse und etwas kindlich daher kommend, tritt er seinem Partner Preil entgegen. Dieser spielt den "väterlichen" Lehrer und Erzieher, der seinem Freund gern mit Rat und Tag beseite steht. Herricht spielt Preil in seiner Rolle gern mal einen Streich um ihm zu zeigen, dass Schlauheit und Gewitztheit über Klugheit und Wissen triumphieren kann.

Üben, üben, üben! Kritiken besprechen und Lehren aus Positivem und Negativem ziehe. Und heißt es wieder: üben, üben, üben ...

Vor einem Auftritt herrscht immer Aufregung. Das ist normal und zeigt für mich Respekt für die Stücke, die Figuren und gegenüber dem Publikum.