Rolf Herricht: "Nur Vertrauen - alles wird gut"

Rolf Herricht  kam als Rolf Oskar Ewald Günter Herricht am 5. Oktober 1927 in Magdeburg zur Welt. In seiner Geburtsstadt verlebte er seine Kindheit. Nach kurzem Kriegseinsatz und Notabitur wurde er Requisiteur und Inspizient am Magdeburger Theater und begann eine private Schauspielausbildung, die er auch erfolgreich beendete. Es folgten zahlreiche Engagements am Theater bis er 1951 in Bernburg Preil kennen lernte. Es folgte eine steile Karriere als...

 

  • Mitglied beim Schauspiel in Magdeburg (1955-1959)
  • Metropol-Theater Berlin, Ensemblemitglied (bis 1981)
  • Bekannteste Rollen: Senator in der Operette "Eine Nacht in Venedig" und im Musical  "Kiss me Kate" als Ganove

  • 1959 wurde Herricht von der DEFA entdeckt und für die Hauptrolle von "Musterknaben" gewonnen.
  • Anschließend folgten etliche Rollen als Nebendarsteller in diversen DEFA-Produktionen.
  • Der Durchbruch im Filmgeschäft gelang Herricht 1964 in der Rolle des schüchternen Verkehrspolizisten Fritz in „Geliebte weiße Maus". Dieser verliebte sich Hals über Kopf in die schöne Helene und vernachlässigte dabei alle Regeln und Gesetze .
  • Es folgten zahlreiche weitere Kinokassenerfolge  wie „Der Reserveheld" (1965), „Meine Freundin Sybille" (1967) „Hauptmann Florian von der Mühle" (1968) an der Seite von Manfred Krug, seine Paraderolle als Herr Piesold in „Der Mann der nach der Oma kam" (1972) und „Der Baulöwe" (1980).
  • Neben seinen Kinofilmen drehte Herricht auch für das DDR-Fernsehen. So entstanden die TV-Serie „Rentner haben niemals Zeit" und „Geschichten über den Gartenzaun". Des Weiteren wirkte er auch in zahlreichen Lustspielen und Schwänken, wie "Maxe Baumann" (1976-1981, Sendereihe bis 1982), mit.

  • 1951 traf er Preil; beide moderierten zusammen Veranstaltungen und unterhielten ihr Publikum mit pointierten Witzen
  • 1953 wurde das Komikerduo „Herricht und Preil" geboren. Sie führten selbstgeschriebene Sketche in Rahmen von diversen Veranstaltungen auf.
  • Erster und zugleich sehr erfolgreicher Fernsehauftritt des Duos mit eigenen Sketchen bei einer Unterhaltungssendung im Deutschen Fernsehfunk (DFF) war 1959.
  • Es folgten zahlreiche durch das Duo moderierte Sendungen, beispielsweise „A, B oder C“ (1961-1963). Diese Spielshow war ein Musiktoto, in dem das Duo einige Sketsche präsentierte.
  • Weitere bekannte Auftritte absolvierten sie bei zahlreichen Unterhaltungsshows des DFF  wie: „Das war’ ne Wolke" und „Da lacht der Bär“. Letztere wurde später unter dem Namen "Ein Kessel Buntes" bekannt bei der die beiden ebenfalls erfolgreich auftraten.
  • Herricht hatte des Weiteren auch eine enge komödiantische Beziehung zu Helga Hannemann.

  • Herricht moderierte verschiedene Fernsehsendungen, z. B. "Helgas Top(p)-Musike", "Mit dem Herzen dabei".
  • Herricht wurde in der DDR außerdem mit verschiedenen Schlagern bekannt: zu den bekanntesten zählen "Die Eiszeit kommt wieder", "Ich bin auf den Hund gekommen" und "Mein grüner Papagei".
  • Herricht sprach in dem Film "Die Olsenbande schlägt wieder zu" den Fahrlehrer Larsen.

  • Herricht war wegen seines humorvollen Wortwitzes und seines sprühenden Schalks in den Augen beim Publikum bekannt und beliebt.
  • Herricht erlangte auch Sympathien auf Grund seines Optimismuses und der von ihm ausgestrahlten Leichtfüßigkeit.
  • Den kleinen Mann mit seinen Problemen und Nöten spielte Herricht bevorzugt.
  • In seinen Rollen wirkte Herricht immer etwas zerstreut und liebenswert verschroben.

vernachlässigt