Der Gartenfreund: Geschichten über den Gartenzaun*

Gartenarbeit war und ist Bestandteil der Freizeitgestaltung der Menschen und wird es immer sein. Der Kleingarten, auch Parzelle genannt, ist das letzte idyllische Kleinod, in das der gestresste Städter vor dem Alltag entflieht. Er taucht dort in eine Oase der Stille, des Pflanzens, Jätens und Gießens.

Auch beide, Preil und Herricht, hatten je ihr kleines Paradies, welches sie bewirtschafteten. Es lag daher nahe, dieses Hobby mit allen Geräten, Früchten, Blumen und theatralischen Verknüpfungen auf den humoristischen Prüfstand zustellen. Und dies ist Preil als Autor gelungen. Schließlich gehört „Der Gartenfreund“ bis heute zu den beliebtesten und meist gezeigten Sketchen des deutschen Fernsehens.

„Jeder gute Gärtner macht in irgendeine Ecke seines Gartens einen Haufen“. Diese Zeile kennt wohl jeder, nur Herricht wusste mit Kompost
und dem Kompostieren nicht so recht etwas anzufangen. So suchte der Amateurgärtner Herricht den Rat bei seinem Freund Preil. Beide philosophierten dabei über vielerlei Blumen- und Früchtesorten und endeten letztlich beim Apfel.

Dieser ist, wie wir ja wissen, nicht nur ein wesentlicher Bestandteil beim Apfelmus, sondern spielt auch am Theater eine besondere Rolle. So
gipfelte der Sketch in der alles entscheidenden „Tell’schen Frage“: „Herr Preil, wenn ich jetzt den Apfel auf dem Kopfe habe, bin ich dann Ihr Sohn?“    

* In der Serie „Geschichten über den Gartenzaun“, hatte Rolf Herricht seinen letzten Fernsehauftritt.